Güllebehandlung - ein Muss in der modernen Landwirtschaft

Von Angelika Käfer, Stallmeisterin am Lehr- & Forschungsgut der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Das Lehr- und Forschungsgut Kremesberg bildet einen Verband von vier landwirtschaftlichen Gutshöfen, die für die praxisnahe Ausbildung der Studierenden der Veterinärmedizin zur Verfügung stehen. Insgesamt werden 260 ha bewirtschaftet wovon etwa 105 ha Ackerland verpachtet sind und etwa 140 ha Grünland selbst bewirtschaftet werden. Der neu renovierte Rinderstall am Kremesberg bietet für 105 Kühe Platz. Nach der Einstallung in den neuen Laufstall traten Probleme nach der Umstellung auf Güllewirtschaft auf. Wir bemerkten verstärkte unangenehme Geruchsbildung, die Fliegenplage im Stall war besonders hoch.Ich habe zu dieser Problematik im Internet nachgesehen und bin auf die Firma Hechenbichler aus Innsbuck gestoßen, die das Produkt Güllemax in Österreich produziert und vertreibt. Ein Mitarbeiter von Hechenbichler hat uns das Produkt vorgestellt und eine Versuchsanwendung empfohlen. Das Ergebnis hat uns sehr beeindruckt und seit diesem Zeitpunkt verwenden wir Güllemax routinemäßig auf unserem Betrieb (0,1 l Güllemax je GVE einmal pro Woche, 1:10 verdünnt mit Wasser, auf die Betonflächen aufgetragen. Seither ist die Geruchsbelastung weitgehend verschwunden und hat sich das Stallklima deutlich verbessert. Probleme mit der Schwimmdecke oder Verstopfungen beim Gülleausbringen sehen wir keine. Die Konsistenz der Gülle ist deutlich verbessert (flüssiger), Verbrennungen im Grünland wie sie beim Ausbringen dicker oder scharfer Gülle entstehen, bemerken wir keine.

Praxisversuch Güllebehandlung

Einsatz im Schweinestall, 2009
Landwirtschaftskammer Burgenland,
Ing. Wolfgang Pleier, erschienen in "Tierzucht", Nr.6/2009


Auf einem schweinehaltenden Betrieb in Draßmarkt wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Hechenbichler ein Praxisversuch bezüglich Güllebehandlung durchgeführt.

Vorgehensweise:
Im Abferkelstall des Betriebes wurden die Güllekanäle der beiden Abferkelkammern abgelassen.
In der ersten Kammer wurden einmal wöchentlich gemäß Anwendungsanleitung 0,3 l Güllemax mit 9,5 l Wasser verdünnt und einer Gießkanne auf die 24 Abferkelstände (rund 34 m2 ) vom Betreuungsausgang aus aufgebracht.
Die zweite Kammer blieb unbehandelt.
Nach sieben Wochen erfolgte die Begehung des Betriebes, bei dem das Versuchsabteil nicht bekannt war. Nach der Beurteilung der beiden Abferkelkammern im Stall, wurde die Gülle der beiden Kammern getrennt voneinander abgelassen und beurteilt.

Ergebnis:
Die Abferkelkammer, in der GÜLLEMAX angewendet wurde, war eindeutig aufgrund der besseren Stallluft zu erkennen. Die Gülle in den Güllekanälen hatte eine gleichmäßigere Oberfläche. Bei m Ablassen der Gülle wurde festgestellt, dass die behandelte Gülle von Anfang bis Ende gleichmäßiger in Farbe und Konsistenz austrat. Insgesamt floss die Gülle aus dem Versuchsabteil schneller ab. Ein Unterschied im Geruch konnte beim Ablassen kaum festgestellt werden. Dies dürfte mitunter an der geringen eingesetzten Menge GÜLLEMAX liegen.

Fazit des Beriebsleiters:
Aufgrund der einfachen Anwendung im Abferkelstall und der klar feststellbaren Stallluft, wurde die Anwendung auf beide Abferkelabteile ausgeweitet und wird auch in Zukunft weitergeführt. Der Betriebleiter hat durch die Anwendung von GÜLLEMAX eine Verbesserung der Stallluft festgestellt und erhofft sich dadurch positive Auswirkungen auf die Tiergesundheit.

Sanierung des verunkrauteten Grasbestandes

Grünlandbetrieb, Bruck, Salzburg
100 Stück Vieh, davon 50 Milchkühe (Pinzgauer)

Nach einem schweren Hagelunwetter waren die Wiesen stark beschädigt. Die Grasnarbe war lückenhaft, wodurch sich das Unkraut, v.a. Ampfer stark vermehrte. Die Nachsaat entwickelte sich nur schwach.

Im Folgejahr wurde der Gülle auf einem Teil der Flächen beim 1. Aufwuchs GÜLLEMAX zugesetzt. 

Auf den mit GÜLLEMAX behandelten Flächen hat sich der Grasbestand ausgezeichnet entwickelt. Vor allemder Klee kam sehr dicht und begann, den Ampfer zu verdrängen. Der geschwächte Ampfer wurde in der Folge vom Ampferkäfer dezimiert.

Familie Garzaner

Fritzens, Tirol
128 Stück Vieh, davon 48 Milchkühe (Red Holstein)

In einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift für die bäuerliche Familie "Der fortschrittliche Landwirt" (Nr. 24/2011, 16. Dezember 2011) erschien ein Beitrag über den Betrieb Garzaner und seine langjährige Erfahrung mit GÜLLEMAX:

Der Milcbhauer aus Fritzens  verfügt über einen Siloraum für Gras- und Maissilage von 1.250 m3. In seiner Region – der Hof liegt auf 820 m Seehöhe – ist die Grenze des Silomaisanbaues allerdings erreicht. 9,5 ha Silomais mit einer Reifezahl von 260 bis 280 baut der Landwirt jährlich an. "Das Klima ist bei uns sehr rau und es weht immer ein kalter Wind", so der Bauer. 4 Schnitte können auf dem Grünland normalerweise gemacht werden. Im Herbst fressen die Rinder den letzten Aufwuchs ab.

Garzaner düngt sein Grünland nach jedem Schnitt mit  zirka 20 m3 Gülle pro Hektar. Der Gülle setzt er seit Jahren das Mittel GÜLLEMAX  zu. Seiner Meinung nach ätzt die Gülle nicht und läuft auch viel schöner von den Pflanzen ab, vor allem bei jungen Kleepflanzen.